Auf zum Krafttraining!


Schlaffe Europäer
Auf zum Krafttraining!

Radeln, Schwimmen, Joggen, Walken — Ausdauertraining ist für viele selbstverständlich. Doch ebenso wichtig ist das Trainieren der Muskeln durch Krafttraining. Hier hapert´s allerdings gewaltig bei den Europäern.

Mindestens an zwei Tagen pro Woche

Wer regelmäßig seine Muskeln mit Liegestützen, Hanteln-Stemmen oder Kniebeugen aufbaut, macht nicht nur optisch was her: Krafttraining ist auch gut für die Gesundheit und soll beispielsweise das Risiko für Diabetes, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Deshalb rät die WHO dazu, an mindestens an zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Übungen zu betreiben. Und das gilt, wenn möglich, auch für Senioren.

Deutsche im oberen Mittelfeld

Doch mit regelmäßigem Muskeltraining sieht es europaweit mau aus, wie die Auswertung einer Gesundheitsumfrage an mehr als 280 000 Männern und Frauen über 18 Jahren zeigt. Nur 17,3 % der Befragten betreiben an zwei oder mehr Tagen Krafttraining. Am fleißigsten trainierten die Isländer*innen ihre Muskeln, hier hielt sich jede Zweite an das empfohlene WHO-Pensum von mindestens 2 Einheiten/Woche. Auch die Befragten aus Dänemark und Schweden waren in puncto Liegestütz und Hanteltraining gut dabei, die Deutschen lagen mit etwa 30% im oberen Mittelfeld. Am wenigstens betrieb man Krafttraining in Rumänien, Malta und auf Zypern.

Frauen trainierten etwas seltener als Männer, fanden die Forscher*innen ebenfalls heraus. Weniger verbreitet war das Muskeltraining auch bei Älteren, Übergewichtigen sowie Menschen mit geringem Einkommen und geringerer Bildung. Hier gilt es, Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn Muskeltraining gehört ebenso wie Ausdauertraining zu einem gesunden Leben dazu.

Quelle: PLOS ONE

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